Bärlauch: Grünes Gold in heimischer Natur

Riecht ihr es auch? Den wilden Knoblauchgeruch beim Spazieren durch den Wald oder durch die Parks? Dieser unverkennbare Duft, der sich im Frühling durch die Luft zieht, kündigt etwas ganz Besonderes an: Es ist wieder Bärlauchzeit! Das aromatische Wildkraut, oft als „grünes Gold“ bezeichnet, lockt Naturbegeisterte und Feinschmecker in die waldreichen Gebiete. Auch wir haben uns in der Region Saalfelden Leogang auf die Suche begeben und möchten euch eines unserer liebsten Bärlauch-Rezepte nicht vorenthalten.

Eine Hand hält einen frischen Bärlauchstrauß, daneben liegt ein gefüllter Sammelbeutel am Waldboden

Bei uns im Ritzenhof ist das Sammeln von Bärlauch mehr als eine saisonale Ernte – es ist eine Form der Meditation. Das sanfte Schlendern durch die frühlingshaften Wälder ist eine wunderbare Gelegenheit, den Alltag für einen Moment hinter sich zu lassen, zur Ruhe zu kommen und die Verbundenheit mit der Natur zu vertiefen.

Bärlauch bestimmen

Bärlauch gedeiht am besten in feuchten, schattigen Laub- & Mischwäldern von März bis Anfang Mai. Auch in der Nähe des Ritzenhofs finden sich solche Biotope, die seit März ein Bärlauchvorkommen aufweisen. Aber Vorsicht! Die giftigen Doppelgänger Maiglöckchen und Herbstzeitlosen können leicht mit Bärlauch verwechselt werden. Wer sich beim Sammeln unsicher ist, sollte unbedingt einen erfahrenen Wildkräuterexperten zu Rate ziehen. So bestimmt man das „grüne Gold“:

  • die Unterseite des Bärlauchs ist samtig matt, die Oberseite glänzend grün
  • eindeutiger Knoblauchgeruch beim Zerreiben zwischen den Fingern
  • jedes Blatt hat einen dreikantigen Stängel und kommt einzeln aus der Erde
  • die Blattadern laufen parallel zum Stängel

Nachhaltigkeits-Tipp: Es empfiehlt sich, pro Pflanze nur ein bis zwei Blätter zu pflücken, damit sie sich regenerieren kann. Nehmt außerdem nur so viel Blätter mit, wie ihr tatsächlich benötigt und verarbeiten möchtet.

Ein geöffnetes Einmachglas mit grünem Bärlauchpesto steht auf einem Küchentuch, im Hintergrund frische Bärlauchblätter

Genusstipp: Frisches Bärlauchpesto

Nach der Ernte wartet der Bärlauch darauf, in seiner frischesten Form genossen zu werden, denn seine Haltbarkeit ist begrenzt. Nutzt diesen Moment der Frische und lasst euch von unserem Bärlauch-Pesto-Rezept inspirieren.

Zutaten:

  • 100 g frischer Bärlauch
  • 50 g Parmesan, gerieben
  • 50 g Pinienkerne, leicht geröstet
  • ca. 100 ml Olivenöl
  • Salz und Pfeffer zum Abschmecken


Zubereitung:
Zuerst den Bärlauch waschen und anschließend trocknen. Danach den Bärlauch, Parmesan und Pinienkerne in einem Mixer grob zerkleinern. Nun langsam das Olivenöl hinzufügen, während der Mixer läuft, bis eine homogene Masse entsteht. Danach mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Mhhh…so schmeckt der Frühling zuhause auf dem Teller! Dieses Pesto passt hervorragend zu frischer Pasta, als Brotaufstrich oder sogar als würzige Note im Salatdressing.

Eine lächelnde Frau in grüner Jacke steht vor Tannenbäumen, sie ist Expertin für Wildkräuter und Bärlauch

Für alle, die es lieben in der Natur zu sein, bieten wir geführte Touren mit unserer Wanderführerin Monika an. Monika bringt eine reiche Erfahrung im Umgang mit der Natur mit und teilt gerne ihre Beobachtungen über die Pflanzenwelt mit euch. Entdeckt unser Angebot Hike and Relax und erlebt die Natur auf eine ganz persönliche Weise.

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